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Das Kinderrechtszentrum ist zehnjährig!

 
Helder de Oliveira
Fernanda Lavarelo
Djalma Costa
 

Djalma Costa – Gründungsmitglied des Kinderrechtszentrums Interlagos – erklärt die zwei Ebenen der realisierten Aktivitäten: „Die erste Priorität des Kinderrechtszentrums ist sicher die lokale Arbeit in der Region Interlagos, Südzone der Stadt São Paulo. Doch es genügt nicht, nur lokal aktiv zu sein. Wir arbeiten zusammen mit den anderen Kinderrechtszentren innerhalb der Menschenrechtsbewegung in Brasilien. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass die lokal gemachten Erfahrungen ebenfalls regionale und nationale Prozesse der Veränderung ermöglichen. Das Kinderrechtszentrum Interlagos selber ist seit zwei Jahren verantwortlich für die Koordination der vierzig brasilianischen Kinderrechtszentren. Ein für dieses Jahr sehr wichtiges Projekt war sicher die zusammen mit der brasilianischen Landlosenbewegung publizierte Zeitschrift über die Kinderrechtskonvention. Dank der Landlosenbewegung konnte die Publikation in ganz Brasilien verteilt werden und hat sicher bei den Kindern und Jugendlichen das Bewusstsein ihrer Rechte gestärkt”.

 
 

„Dieses Jahr ist für das Kinderrechtszentrum Interlagos ein wegweisender Augenblick”, erzählt Fernanda Lavarello, Mitglied des Vorstandes des Zentrums. „Denn nicht nur die Kinderrechtskonvention wird zwanzig, sondern auch das Kinderrechtszentrum Interlagos feiert seinen runden zehnjährigen Geburtstag. Ein Moment also, um Bilanz zu ziehen und die Zukunftsperspektiven zu zeichnen”. Fernanda wertet die bis heute gemachte Arbeit sehr positiv:
- Kinder haben den Weg vom Leben auf der Strasse zurück zu ihren Familien gefunden;
- bedrohten Jugendlichen wurde in Pflegefamilien erneute Sicherheit ermöglicht;
- Kindern blieben nicht weiter von einem Schulplatz ausgeschlossen;
- der Staat wurde wiederholt für seine permanenten Verletzungen der Menschenrechte verantwortlich gemacht;
- Jugendliche wurden vor der Gewalt des Drogenhandels und der Militärpolizei geschützt.

 

„Mit der Unterstützung vom ‚Verein Novo Movimento‘ konnte das Kinderrechtszentrum Interlagos in den letzten Jahren seine Räumlichkeiten ausbauen und erneuern”, ergänzt Helder de Oliveira, ebenfalls Mitglied des Vorstandes des Kinderrechtszentrums. „Unser Versammlungssaal, den wir zärtlich ‚Espaço Novo Movimento‘ nennen, ermöglichte im laufenden Jahr zehn kulturelle Ausstellungen mit Bildern von Kindern und Jugendlichen. Neun Weiterbildungen, zwanzig Filmvorführungen und unzählige Versammlungen wurden realisiert. Einzig dieser eine Saal zählte 2009 über sechs tausend Besucher. Diese Zahlen sind Ausdruck der lokalen und regionalen Referenz, welche das Kinderrechtszentrum in den letzten Jahren erarbeitet hat. Der Besuch des Ministers für Menschenrechte der Zentralregierung Brasiliens, Paulo de Tarso Vannuchi, im August ist sicher ebenfalls eine wichtige Anerkennung”.

 

Minister Paulo de Tarso Vannuchi im Kinderrechtszentrum Interlagos

 

Fernanda Lavarello erklärt die gegenwärtigen Prioritäten der lokalen Arbeit des Kinderrechtszentrums: „Wir arbeiten in zwei Richtungen. Einerseits kommen die Menschen zu uns. Der ‚Treffpunkt Kinderrecht‘ funktioniert als Anlaufstelle für alle Situationen der Verletzung der Rechte der Kinder und Jugendlichen. Andererseits geht auch das Kinderrechtszentrum zu den Menschen. Das Projekt ‚Netzwerk Kinderrecht‘ leistet in unzähligen Favelas und ebenfalls mit den Kindern der Strasse ein wichtige präventive Arbeit.”

(tuto)
 
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