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Wir haben einen Traum verwirklicht...

 
Helder, Mitarbeiter des Kinderrechtszentrums Interlagos erzählt:
 
 

"Vor einer Woche ging ich wieder zur Favela da Cheba, um einmal mehr bei der Gruppe des Projektes ‚Netzwerk Kinderrecht‘ zu sein. Mit ihren Trommeln holen die Kinder und Jugendlichen Licht und Farbe in ihr Leben. Ein Leben, das im Alltag durch das erdrückende Grau beherrscht wird. Sie leben zusammen mit dem alltäglichen Elend und gleichzeitig mit der Hoffnung auf ein gerechtes und würdiges Leben.

 

Doch der Tag vor einer Woche war nicht einfach einer der vielen Begegnungen. Nein, es ist ein ganz spezieller Tag. Die ganze Gemeinschaft feiert zusammen mit dem Kinderrechtszentrum Interlagos die Einweihung des Gemeinschaftsraumes der Favela da Cheba.

 
 

Während Monaten hat die Trommelgruppe ‚Os tambores de lá‘ (‚Die Trommeln von dort‘) in gemeinsamer Arbeit an diesem Raum gearbeitet. Jetzt ist es soweit: das angeregte Hin und Her der Schaufeln, Bickel und Hammer gibt den Raum frei für die rhythmische Freude der Trommeln aus alten Kanistern. Der Rhythmus zeigt die Richtung, und jedes improvisierte Instrument folgt dem gemeinsamen Ziel. Und genauso haben die Kinder, Jugendlichen und ihre Eltern miteinander an ihrem Traum gearbeitet. Einen Traum haben sie verwirklicht: jetzt haben sie einen Ort, einen Raum für ihre Gemeinsamkeit, um miteinander weiter auf dem Weg zu bleiben, um an neue Horizonte des Lebens glauben zu lernen. Der kleine Saal bedeutet viel mehr als nur vier Mauern und ein provisorisches Dach. Dieser Ort ist Zeichen des Widerstandes gegen die alltäglichen Verletzungen der Rechte all dieser Familien.

 
 

Und während ich den gebauten Raum betrachte, denke ich an all die Leute, welche diesem Samen Wasser gegeben haben. Auch an Euch alle von ‚Novo Movimento‘. Ihr seid Teil dieses Traumes, der durch gemeinsame Verbundenheit wahr werden kann. Ich erinnere mich an Carmen Diolaiuti, die auf Besuch aus der Schweiz den Anfang dieser Initiative sah und den Kindern und Jugendlichen begegnete. Und Schritt um Schritt, trotz unüberwindbar scheinender Schwierigkeiten gingen wir gemeinsam weiter.

 
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Meine Emotionen schwangen in den Höhenflügen der hart und weich schreienden Trommeln mit, als plötzlich Alessandra neben mir stand und sagte: 'Helder, sag jener Frau aus dem anderen Land, die uns besuchte, als wir noch ganz am Anfang standen, sie solle uns doch wieder besuchen. Und wenn sie unseren fertigen Raum sehen würde, hätte sie sicher auch riesige Freude: so wie wir!'"

 

(tuto)
 
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Ciao