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Ein verrücktes Land, dieses Brasilien!

 

Eigentlich ist alles vorhanden: eine üppige Natur, meist genug Wasser, unglaubliche Bodenschätze, überaus liebenswürdige Menschen. Doch die Gewalt der Kolonisation hat die Vergangenheit Brasiliens auf eine schiefe Bahn gedrückt, die bis in die Gegenwart bestimmend bleibt. Auch wenn Brasilien heute formal eine funktionierende Demokratie ist, bleibt die mentale Struktur der Sklaverei allgegenwärtig. Ausbeutung und Unterdrückung werden naturalisiert, Ungerechtigkeit gehört wie die Kokospalmen zum Alltagsbild, und die soziale Ungleichheit ist bis heute das Rückgrat der brasilianischen Gesellschaft.

 

 

Zwar sind die Rechte der Menschen und der Natur in Gesetzen verankert, doch die Paragrafen haben kein selbständiges Leben. Damit das Wort des Gesetzes lebendig wird, müssen die Menschen sich organisieren. Sie müssen zusammenstehen, damit ihre Stimme hörbar wird. Die Rechte fallen nicht vom Himmel. Meist überwiegt der ewige Durst nach Profit und Gewinn. Sich gegen diese Logik der Ausbeutung zu wehren, ist gefährlich. Immer wieder kommen neue Zeugen dieser gewaltigen Wirklichkeit dazu. Diesmal traf es José Cláudio Ribeiro da Silva und Maria do Espírito Santo.

 
 

Über zwanzig Jahre lang hatten sie sich für den Schutz des Regenwaldes engagiert. Am 24. Mai wurden sie von Auftragskillern erschossen. Seit 2001 war öffentlich bekannt, dass José Cláudio Morddrohungen erhielt. Das Ehepaar koordinierte 300 Landlosenfamilien im Südosten des Bundesstaates Pará und war Mitbegründer des Naturschutzgebietes, in dem die Familien angesiedelt waren. Gemeinsam kämpften sie gegen die illegale Abholzung des Schutzgebietes und waren überzeugt, dass stehende Bäume auch wirtschaftlich mehr einbringen als das sinnlose Abholzen. Jetzt sind José Cláudio und Maria selber gefallen.

 

(tuto)
 

 
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