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Das Projekt ‚Netzwerk Kinderrecht‘

 

Beat Wehrle (Tuto)
 
 

Während seit über einem Jahr das Projekt ‚Treffpunkt Kinderrecht‘ vollumfänglich durch das Sozialamt der Gemeinde São Paulo finanziert wird, lebt das Projekt ‚Netzwerk Kinderrecht‘ dank Spenden aus der Schweiz. Die lokalen Regierungstellen haben das Potenzial dieser präventiven Bewusstseinsbildung noch nicht erkannt.

Darum stärkt das Kinderrechtszentrum durch Spenden diese Arbeit, um so langfristig Regierungsstellen zu sensibilisieren und lokale Finanzierungsmöglichkeiten zu finden. Bis jetzt werden vierhundert Kinder und Jugendliche in den Favelas von Interlagos begleitet. Für 2014 ist die Expansion dieses Projektes geplant, damit weitere sechshundert Kinder und Jugendliche begleitet werden können und die Vernetzung der Favelas grösser wird.

 
 

Die Strategie des Projektes holt die Kinder und Jugendlichen dort ab, wo ihre spezifischen Interessen liegen. Das Projekt bietet sportliche und kulturelle Aktivitäten aller Farben und Möglichkeiten an: von Perkussion über Capoeira, vom Fotografieren bis zum Grafitti, von Tanz und Musik bis Spiel und Sport.

Die Kinderrechte sind in den Aktivitäten allgegenwärtig. Es geht also nicht um Freizeitbeschäftigung, sondern um die Stärkung von Kindern und Jugendlichen, durch gemeinsam organisierte Aktivitäten konkrete Alternativen zur alltäglichen Gewalt ihrer Lebenswelt zu ermöglichen. Kinder und Jugendlichen bilden dank dem Projekt ein Netzwerk der Bewusstseinsbildung, das gleichzeitig das lokale Gemeinwesen in den Favelas fördert und stärkt.

Die lähmende Erfahrung, Opfer der Gewalt zu sein, wird durch positves Engagement überwunden. Kinder und Jugendliche erkennen ihr eigenes Potenzial, stärken ihr Selbstwertgefühl und überwinden so den Fatalismus der Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit.

 
 

Gleichzeitig zeigt das Projekt die Wirksamkeit gemeinschaftlicher Organisation. Drogenhandel und organisiertes Verbrechen verlieren ihr historisches Monopol, weil Menschen die Angst überwinden und als Subjekte ihrer eigenen Geschichte zu handeln beginnen.

Der vierzehnjährige Rodrigo bringt die Philosophie des Projektes auf den Punkt: „Elend und Armut fallen nicht vom Himmel. Sie sind Produkt unserer Geschichte. Und weil unsere Wirklickeit in der Vergangenheit so geworden ist, dann kann sie in der Gegenwart und in der Zukunft auch wieder anders werden! Daran arbeiten wir gemeinsam!“

 

 
Ciao