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Jeder Tag ist 18. Mai

 

Beat Wehrle (Tuto)
 

Während das Kinderrechtszentrum im Projekt ‚Netzwerk Kinderrecht‘ präventiv arbeitet, reagieren wir im Projekt ‚Treffpunkt Kinderrecht‘ auf die alltäglich anfallenden Verletzungen der Menschenrechte von Kindern und Jugendlichen der Südzone von São Paulo. Jeden Monat begleitet die spezifische Equipe des Zentrums mehr als hundert besondere Situationen. Massiv gestiegen sind in den letzten Monaten die Fälle sexuellen Missbrauchs. Der Grossteil der Missbrauchsituationen geschieht zuhause.

Armut und Elend sind viel mehr als nur Situationen materieller Knappheit. Sie zerstören die menschlichen Beziehungen und zerreissen die Familien. Drogen und Alkohol werden als ‚Notausgang‘ wahrgenommen und machen alles nur noch schlimmer. Gewalt und Missbrauch sind logische Konsequenzen, an denen vor allem Frauen und Kinder leiden. Im Projekt werden die Opfer der Gewalt begleitet. Die Tabuisierung und die Kultur des Schweigens werden in Frage gestellt, das Trauma wird langsam verarbeitet.

 
"Das werde ich nie mehr vergessen..."
Ketlin, dreizehnjährig
 

Um breiter auf das Drama der Opfer sexuellen Missbrauches aufmerksam zu machen, begann das Kinderrechtszentrum diesen Mai eine spezifische Kampagne. In Brasilien ist der 18. Mai der nationale Tag gegen sexuelle Ausbeutung und Missbrauch. Unter dem Motto ‚Jeder Tag ist 18. Mai‘ versuchen wir während einem Jahr intensiv auf diese Frage aufmerksam zu machen. Jeweils am 18. Tag jeden Monats veröffentlicht das Kinderrechtszentrum ein neues Plakat mit einem gezeichneten Kind und einer anonymisierten Aussage von missbrauchten Kindern. Es geht uns darum, nicht nur über sexuellen Missbrauch zu reden, sondern den Kindern selber das Wort zu geben. Die Plakate werden in den Schulen und Organisationen der Südzone von São Paulo verteilt und gleichzeitig über Social Media veröffentlicht. Mit allen zwölf Plakaten werden wir dann im Mai 2015 eine Wanderausstellung starten. Hoffentlich gelingt uns eine breite Sensibilisierung!

 
"Er hat es wieder versucht... doch diesmal habe ich es meiner Mutter erzählt..."
Carol, neunjährig
 

 
Ciao