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Leben und Werden der Landlosenbewegung (3): Die Ansiedlung

 
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Die soziale Ungleichheit Brasiliens ist längst „sprichwörtlich“ geworden. Die Soziologie z.B. benutzt den Begriff ‚Brasilianisierung‘, um die wachsende Asymmetrie des globalen Reichtums zu beschreiben. Tatsächlich leben heute 80% der brasilianischen Bevölkerung (187 Millionen Menschen) in Städten. Die Hälfte davon kämpft in unmenschlichen Lebensbedingungen ums nackte Überleben. Und die Langzeitarbeitslosigkeit ist weit grösser als der offiziell angegebene Fünftel der ökonomisch aktiven Bevölkerung.

 

 

Doch gerade die Landreform ermöglicht die Lösung von diesen zwei wichtigen Herausforderungen der brasilianischen Wirklichkeit. Sie bietet die Möglichkeit eines menschenwürdigen Lebensraumes und sichert gleichzeitig den Zugang zu einer Arbeit.

 

 

Wenn nach langem Kampf den landlosen Bauernfamilien ein kleines Stück Land zugesprochen wird, ist die Veränderung ihrer Lebensqualität immer sehr schnell spürbar und sichtbar.

 

Aus der schwarzen Plastikhütte der Zeit der Besetzung entsteht schnell ein kleines Haus… und in wenigen Jahren verwandeln sich diese in würdige Bauernhöfe…

 
 
 

Die angesiedelten Familien bearbeiten in gemeinsamer Arbeit ihre Felder und pflanzen Reis, Bohnen, Maniok, Gemüse, Früchte… also Nahrungsmittel für ihre Familien und für den lokalen Markt.

 
 
Maniokfeld
 

So ist die Landreform ein anerkannter Beitrag zu Lösung der sozialen Probleme Brasiliens. Die Wirklichkeit ist also nicht hoffnungslos und ohne Auswege… Im Gegenteil! Doch weil die Landreform nicht nur die Verteilung brachliegenden Landes bedeutet, sondern die kolonialistische Herrschaftsstrukturen in Frage stellt, kommt der Kampf zur Verwirklichung der Landreform nur sehr langsam voran.

 
 

Doch die Bewegung der landlosen Bauern gibt nicht auf… Und der verwirklichte Traum der neuangesiedelten Familien gibt auch den anderen tausenden Menschen Mut und Hoffnung, weiter für ein Stück Land zu kämpfen: ein kleines Stück Land, um zu sein und zu leben in Würde und Menschlichkeit.

 
kleines Bohnenfeld vor dem neuen Bauernhaus (in Sarandi - Rio Grande do Sul)
 

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Bilder: Douglas Mansur
(tuto)

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