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Das Wesentliche ist die Sicherung der Rechte der Kinder

 
 

Das Kinderrechtszentrum Interlagos ist nicht ein KinderrechtsZENTRUM, sondern ein KINDERRECHTSzentrum. Im Zentrum steht also nicht die Institution, denn sie versteht sich klar als Instrument, als Werkzeug zur Stärkung der sozialen Bewegungen. Das Zentrum, d.h. das Wesentliche ist die Sicherung der Rechte der Kinder und Jugendlichen der Favelas und der Peripherie von São Paulo und die Vernetzung dieses Ringens mit anderen Kinderrechtszentren in ganz Brasilien.

 
 

Durch die soziale und juristische Begleitung eines z.B. durch häusliche Gewalt gequälten Kindes kann sicher dessen Wirklichkeit verändert werden. Doch zur Überwindung der strukturellen und systematischen Verneinung der Rechte der brasilianischen Kinder und Jugendlichen braucht es politische Veränderungen. Deshalb arbeitet das Kinderrechtszentrum einerseits in der Begleitung spezifischer Fälle und Situationen, und versucht andererseits durch die Stärkung der sozialen Bewegungen und die thematische Vernetzung von Organisationen (brasilianische Vereinigung der Kinderrechtszentren – ANCED) den unveränderbar scheinende ‚status quo‘ in Bewegung zu bringen.

 
 

Deshalb organisiert sich das Kinderrechtszentrum ausgehend von drei Achsen. Die erste ist der ‚Treffpunkt Kinderrecht‘ (Núcleo de Defesa) als Anlaufstelle aller möglichen Situationen der Verletzung der Rechte der Kinder und Jugendlichen (häusliche Gewalt, Polizeigewalt, Drogenhandel, sexuelle Ausbeutung, Kinderarbeit, fehlende Schulplätze usw.).

 
 

Die zweite Achse ist die präventive Begleitung von Kindern und Jugendlichen (Núcleo de Mobilização), die Stärkung ihrer Gruppen, Organisationen und Bewegungen, welche sich für ihre Rechte einsetzen und das Bewusstsein ihrer Rechte stärken. Verschiedene Projekte werden innerhalb dieser Achse verwirklicht: die verschiedenen kulturellen Workshops im Projekt ‚Ponto de Cultura‘ (Theater, Musik, Capoeira, Grafiti usw.), Kampagnen für die Rechte der Kinder und Jugendlichen, konkrete Aktionen von Jugendgruppen und lokalen sozialen Bewegungen. Auf kreative und spielerische Weise diskutieren Kinder und Jugendliche der Strasse und der Favelas der Südzone von São Paulo über ihre durch Gewalt gezeichnete Lebenswelt und bauen an neuen Formen gemeinschaftlicher Beziehungen und an der Verwirklichung ihrer individuellen und kollektiven Menschenrechten.

 
 

Die dritte Achse schliesslich ist das immer aktualisierte Verständnis der dynamischen Wirklichkeit. Im ‚Núcelo de Pesquisa‘ geht es darum, die sozialen Zusammenhänge der Wirklichkeit der Unterdrückung der arm gemachten Bevölkerung und ganz speziell ihrer Kinder und Jugendlichen im stets aktuellen Kontext zu verstehen, um die Arbeit des Kinderrechtszentrums den Bedürfnissen entsprechend auszurichten.

 
 

Ausgehend von diesen drei Achsen strukturiert das Kinderrechtszentrum seine Projekte, welche durch lokale Regierungsstellen und durch die internationale Zusammenarbeit (z.B. durch NOVO MOVIMENTO) finanziert werden. Sicher ein kleiner Tropfen auf einen immer heisser werdenden Stein… Doch jeder Tropfen ist Wasser… und Tropfen, die sich verbinden und vernetzen, können zu einem reissenden Strom werden…

 
Die vorhergehenden Bilder sind aus dem Archiv des Kinderrechtszentrums Interlagos (CEDECA Interlagos)
 
(Text: Pérola und Tuto)
 
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Ciao