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Der harte Kampf ums Land

 

 

Erst 1888 verbot Brasilien als letztes Land Lateinamerikas die Sklaverei. Folge dieses gesetzlichen Verbotes war jedoch nicht die Freiheit sondern das nackte Nichts. Bis heute ist Brasilien Weltmeister in der ungleichen Verteilung von Land, das gefangen in der Hand weniger Grossgrundbesitzer und Konzerne entweder Objekt reiner Spekulation oder Instrument ausbeuterischen Agrobusiness ist.

 
 

Bis heute hat Brasilien keine Landreform verwirklicht. Trotz gesetzlicher Vorhaben und viel betonter politischer Absichten werden nur dann Schritte in Richtung Landreform verwirklicht, wenn sich die landlosen Familien selber organisieren und für ihr Recht auf Land und Leben einstehen. Darum haben sie 1984 im Süden Brasiliens die Landlosenbewegung (Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra – MST) gegründet. Heute ist sie im ganzen Land verwurzelt und ist die wichtigste Volksbewegung Brasiliens geworden.

 
 

Durch die Besetzung brachliegender Fazendas (Grossgrundbesitz) kämpft die Landlosenbewegung für die Verwirklichung der in der Verfassung verankerten Landreform. Im gemeinsamen suchen finden Menschen ohne Zukunft eine neue Lebensperspektive. Doch der Kampf um Land ist hart: die Familien setzen sich der Willkür der brasilianischen Justiz, der Gewalt der Militärpolizei und Privatmiliz der Grossgrundbesitzer aus. Und trotzdem ist es oft ein letzter Faden möglicher Hoffnung. Und an ihm halten die landlosen Bauernfamilien mit beeindruckender Kraft fest.

 
Bilder: Douglas Mansur
(tuto)

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