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Eine Wasserzisterne: ein Tropfen im trockenen Nordosten Brasiliens!

 

In der letzten Woche organisierte ich mit Djalma im Namen von E-CHANGER Brasilien das Treffen der Freiwilligen aus der Schweiz und unserer Partnerorganisationen. Die Ziel des Treffens war die Verbesserung unseres Feingefühls, die erlebten Erfahrungen und die berührenden Begegnungen mit Menschen hier in Brasilien Euch in der Schweiz immer besser nahe zu bringen. Nicht grosse Konzepte oder Strategien werden die Welt verändern. Einzig die gelebte Nähe zwischen Menschen, im Respekt ihrer Verschiedenheit, im Reichtum der Vielfalt, in der Gewissheit der Würde allen Lebens.

 

Das Treffen fand in Turmalina statt: ein kleiner Ort im Vale do Jequitinhonha, im Norden des Bundesstaates Minas Gerais, am Anfang des brasilianischen Nordostens. Organisiert wurde das Treffen von E-CHANGER zusammen mit der lokalen Organisation CAV (Centro de Agricultura Alternativa Vicente Nica). Durch die Menschen, die im CAV arbeiten, begegneten wir den Menschen des Vale do Jequitinhonha. Wir begegneten z.B. dem Programm „Eine Million Zisternen“ (P1MC), das über tausend lokale Organisationen im Netzwerk ASA (Articulação no Semi-Árido) vereinigt, und das der Regierung den Bau von bereits hundert Tausend Zisternen abgerungen hat.

 

Die folgenden Bilder geben Euch Eindruck von der Kraft dieser Menschen. Seit sechs Monaten hat es nicht mehr geregnet, doch sie haben den Glauben an den Frühling noch immer nicht verloren...

 
Wasser? Hier?
Wir haben kaum Wasser!
In den sechs trockenen Monaten...
...müssen wir oft mehr als zwei Kilometer laufen, um Wasser zu finden!
Doch Gott sei Dank und sicher auch dank unserem Widerstand...
...hat sich unsere Gemeinde organisiert.
Wir sind sicher, dass ein würdiges Leben in diesem halb trockenen Gebiet möglich ist.
Darum haben wir uns alle gemeinsam für den Bau von Zisternen eingesetzt.
So haben wir Wasser zum Trinken, zum Kochen und für unsere Higiene.
Eine Zisterne: ein Tropfen im trockenen Land des brasilianischen Nordostens.
Ein Stück unsere gemeinsamen Utopie, die lebt.
Ein wichtiger Erfolg der brasilianischen Volksbewegungen.
Ein Fenster, das sich öffnet...
...und uns neue Perspektiven zeigt.
Damit wir die Kraft haben, nicht nur um das Wasser der alltäglichen Versorgung zu kämpfen...
...sondern auch um Wasser für unsere landwirtschaftliche Produktion.
Die Zisterne ist der Beginn eines Weges...
...der sicher sehr lange sein wird.
Doch Schritt um Schritt...
...kommen wir vorwärts.
Um das Land vom Stacheldraht zu befreien...
...und die Menschen von der Sklaverei.
Damit endlich blühen kann...
...der alles erfassende Frühling!

(aus Turmalina, geschrieben von Sergio Ferrari und Beat Wehrle)

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