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Am Anfang meiner Arbeit in den Favelas von Interlagos arbeitete ich sehr häufig mit Dias. Mit meiner Kamera fing ich die verschiedenen Ecken und Gässchen der Favelas ein, das mitten durch die improvisierten Bewohnungen fliessende Abwasser, der sich durch lange Zeit anhäufende Abfall, das undurchschaubare Netz von Stromkabeln.

Das Ziel war immer, die gemeinschaftliche Organisation der Bewohner der Favelas zu stärken, in der Gemeinsamkeit einen Weg der Hoffnung zu finden, die erlebte und erlittene Wirklichkeit zu verändern.

Kleine Versammlungen wurden abends improvisiert, und dank einem alten Diaprojektor erschienen an einer relativ geraden, mit weissem Kalk bemalten Mauer die Bilder der Favelas. Immer waren die Reaktionen sehr intensiv: „Schaut das krumme Haus von Reinaldo, dort an der Ecke steht ja Maria Dolores! Mein Gott! Wie fürchterlich ist doch dieses offene Abwasser!“

Ohne Vortrag, ohne strategische Planung, einzig mit dem Willen, die Menschen in Bewegung zu bringen, ausgehend von Bildern der alltäglichen Realität. Aus diesen Versammlungen entstanden Initiativen freiwilliger Arbeit zur Säuberung der Favelas, improvisierte Kanalisierung des offenen Abwassers, der gemeinschaftliche Bau von neuen Häusern.

Und die Erfahrung zeigte, dass das Gesicht der Favelas verändert werden konnte. Und wenn die Menschen aus eigener Kraft die Wirklichkeit der Favelas verändern, dann überwinden sie den Zwinger der Fatalität und der Ohnmacht.

Heute sind es die Jugendlichen des Kinderrechtszentrums, welche mit einfachen Kameras die Wirklichkeit ihrer Quartiere und Favelas dokumentieren. Die Idee ist dieselbe geblieben: Abstand nehmen vom gelebten Alltag, das gelebte Leben aus einem anderen Gesichtspunkt betrachten, um zur Wirklichkeit zurückzukehren mit der Gewissheit, dass (Ver)Änderungen machbar und möglich sind.

Die Bilder der Jugendlichen sind stark und eindrücklich. Sie sind auch Herausforderung an uns, an Veränderungen zu glauben und an ihnen zu arbeiten...

(tuto)

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