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Wir sind keine Engel, wir sind Kinder des Lebens!


Favela Cantinho do Céu – Grajaú – Südzone von São Paulo (Interlagos)

Echos aus dem Kinderrechtszentrum Interlagos São Paulo, Brasilien, im November 2003

Alle Bilder dieses Rundbriefes wurden durch die Jugendlichen des Fotokurses selbst aufgenommen und entwickelt. Die Leitung des Kurs hatte der bekannten Fotojournalist Douglas Mansur, São Paulo.

Ein falscher Schritt und ich verliere mein Leben

Knapp sechs Uhr und es ist schon dunkel in São Paulo. Der Nieselregen hängt, wie so oft im brasilianischen Winter, tief und kalt über den improvisierten Häusern aus Holz, Karton, Wellblech, Eternit und Plastik. Fabio kommt müde nach Hause. Er trägt sich schwer durch die schlammigen Gässchen und versucht, dem durch Regenwasser verstärkten Strom des frei fliessenden Abwassers zu entkommen. Der gärende Gestank des Wassers kontrastiert erschreckend mit dem Namen seines Quartiers: Favela Cantinho do Céu – Himmelskante! Eine Kante im Himmel, denkt Fabio still vor sich, will ich gar nicht. Eine schlichte Ecke, um menschlich zu wohnen, zu sein und zu leben wäre mir ganz und gar genug.
Die Kante seines Traumes ist scharf und trennt ihn hart von seiner alltäglichen Wirklichkeit. Er weiss, was ihn zuhause erwartet. Seinem Vater ist er bereits am Eingang der Favela begegnet. Unmöglich mit ihm ein Wort zu wechseln. Der billige Zuckerrohrschnaps hat ihn in den Rausch der Verzweiflung mitgenommen und gemeinsam mit seinen Glasgefährten versucht er, wenigstens die Dominosteine richtig zusammenzubringen.


Grajaú - Südzone von São Paulo (Interlagos)

Trotz der Dunkelheit sieht Fabio das kleine Holzfenster sei-nes Zuhauses von weitem. Dahinter ist Fátima, Fabios Mutter, in der engen Küche am Vorbe-reiten des Nachtessens: Reis und Bohnen, vielleicht noch ein bisschen Maniokmehl, falls von gestern noch etwas übrig geblieben ist. Während des Tages hat sie ganz anderes gekocht. Sie arbeitet als Köchin im Haushalt eines Rechtsanwaltes, verdient einen Mindestlohn im Wert von nicht ganz hundert Dollars. Da man ihr verboten hat, die Resten der herrschaftlichen Mahlzeiten nach Hause zu nehmen, ist sie froh, wenn sie Reis und Bohnen für ihre Familie hat. Fabio drückt den ächzenden Holzverschlag auf, macht schnell einen Schritt bis zum Vordach aus Eternit und tritt in das niedrige, feuchte und kalte Zuhause ein. Bist Du es Fabio, ruft seine Mutter. Mit dem in Brasilien üblichen Gruss „Benção, Mãe!“ (Deinen Segen, Mutter!) grüsst er zärtlich seine Mutter. Bin ich froh, dass du schon da bist, sagt sie erleichtert und will hastig wissen, wie es ihm während des Tages ergangen ist. Immer dasselbe, meint Fabio ernüchtert. Vor gut einem Jahr hat er die Grundschule beendet, und seither sucht er Arbeit. An unzähligen Türen hat er bereits angeklopft, doch die Antwort ist immer dieselbe: keine Arbeitsplätze! Und wenn er irgendetwas findet, dann wird Arbeitserfahrung erwartet, die er natürlich nicht vorweisen kann.

Einmal mehr ist Fabio den ganzen Tag auf Arbeitssuche durch die Stadt gewandert. Einmal mehr kommt er müde und mit leeren Händen zurück. Noch spiegeln sich der Glanz der Schaufenster und die Lichter der Propaganda in seinen Augen. Illusionen einer Gesellschaft, welche die Träume sozialisiert, die Mittel zu ihrer Verwirklichung jedoch immer mehr privatisiert. Je grösser der Glanz und der Schein, umso tiefer der Schmerz des Gefühles, keinen Platz zu finden, keine Chance zu haben.


Fabio beobachtet traurig Mariana, seine Schwester, die in kindlicher Einfachheit mit zwei alten Ölbüchsen spielt. Seine Mutter und Mariana, denkt Fabio, haben eine andere Zukunft verdient. Er war immer überzeugt, dass die schwierigen Zeiten plötzlich, eines Tages vorbei sein werden. Er war immer sicher, dass die harte Arbeit seiner Mutter irgendwann damit belohnt würde, ihren Traum eines kleinen, würdigen Hauses verwirklichen zu können. Doch die Favela war zur Sackgasse geworden, zum Tunnel ohne Ende, zur Dunkelheit ohne Licht.

Ich weiss, was ich tue, sagt Fabio mit plötzlicher Sicherheit. Ich werde mit Emerson reden, er wird mir sicher eine Arbeit verschaffen. Mach dies nicht, erwidert Fatima erschrocken. Obwohl sie Emerson seit seiner Kindheit in der Favela kennt, hat sie in letzter Zeit Angst vor ihm bekommen. Wiederholt ist sie ihm bewaffnet begegnet, seine Augen sind immer tief und rot, seine Stimme immer misstrauisch und hart. Mach dir keine Sorgen, Mutter, ich weiss schon, was ich tue, versucht Fabio die erschrockene Mutter zu beruhigen.


Paralheiros - Südzone von São Paulo (Interlagos)

Doch die Ruhe kam nicht mehr zurück. Emerson emp-fängt Fabio mit offenen Armen. Ich habe immer gewusst, dass du eines Tages zu mir kommst, prahlt Emerson. Bei mir verdienst du in einer Woche, was deine Mutter in Monaten nicht verdient, gibt er weiter an. Natürlich ist es Fabio auch etwas ungeheuer, doch er will das Risiko auf sich nehmen. Ich habe ja sowieso nichts zu verlieren, denkt er in stechender Klarheit. Du bist meine Brieftaube, erklärt Emerson. Deine Arbeit ist ganz einfach: ich gebe dir ein Packet und eine Adresse, nichts weiter. Fabio wagt es nicht zu fragen, was der Inhalt der Pakete sei. Eigentlich weiss er es ja, denn auch er kennt Emerson seit langem und weiss, dass er ein kleines Glied in einem breiten Drogenring ist.

Ich muss es wagen, ich habe keine andere Wahl, denkt Fabio nervös, nimmt das Packet unter den Arm und macht sich auf den Weg. Doch sein Weg ist nicht lange. Kaum eine Stunde unterwegs, alles schien problemlos abzulaufen, als plötzlich die schrille Sirene der Militärpolizei die Ruhe zerreisst. Alles geht unglaublich schnell, Fabio ist wie gelähmt. Sie werfen ihn in das vergitterte Polizeiauto, knallen die Türen zu, und das Fahrzeug rast wie verrückt durch die engen Strassen. Fabio zittert vor Angst. Plötzlich halten sie an, ziehen ihn aus dem Auto und werfen ihn auf die Strasse. Kein Haus in der Umgebung, kein Mensch, keine Zeugen. Noch nie hatte sich Fabio so einsam gefühlt. Der eine schlägt ihm mit dem Revolver auf den Kopf, der andere tritt ihm mit dem Lederstiefel in den Bauch. Der dritte schreit bedrohend: die Droge bleibt bei uns! Falls du nicht ins Gefängnis wandern willst, treibe noch weitere hundert Reais auf! Wir wissen, wo du wohnst! Du hast zwei Tage Zeit und mach keine falschen Spiele mit uns! Die Türen knallen wieder zu, die Pneus quietschen schrillend, und Fabio bleibt alleine im Staub am Boden zurück.

Mit dem Körper voller Schmerz erklärt er Emerson, was geschehen war. Doch das Gesicht des scheinbaren Freundes zeigt überhaupt kein Verständnis. Tut mir leid, Kollege, gibt er hart zur Antwort. Ich kann nichts machen. Die Ware gehört ebenfalls nicht mir und auch ich muss abrechnen. Du hast eine Woche Zeit, sonst rechne ich mit dir ab. Das ist Emersons letzte Konsequenz. Und die vermeintlichen Hoffnungen Fabios zerfallen wie ein unsicher gebautes Kartenhaus. Jetzt kann er weder vorwärts noch zurück. Er fällt zwischen Stuhl und Bank. Nur eines weiss er mit absoluter Sicherheit: ein falscher Schritt und ich verliere mein Leben...

Verändernde Schritte im Kinderrechtszentrum Interlagos

Fátima, Mariana und Fabio leben heute in einer anderen Favela, weit weg vom Cantinho do Céu. Um leben zu können, mussten sie fliehen, einen anderen Ausweg gab es nicht. Jetzt versuchen sie, ihr Leben neu zu beginnen. Begleitet werden sie durch das Kinderrechtszentrum Interlagos. Während Fátima in der Elterngruppe diskutiert, übersetzt Mariana mit anderen Kindern ihre Träume in bewegte Kinderzeichnungen. Fátima fühlt sich nicht mehr so einsam und so unendlich ohnmächtig. Sie hat andere Mütter und Väter gefunden, die ebenfalls am eigenen Leib erfahren haben, wie der Überlebenskampf den Menschen von innen und von aussen zerstört. Sie sucht Kraft, Freundschaft und Gemeinsamkeit, um das Vertrauen auf eine neue Zukunft zu stärken.


Theaterkurs: Konstruktion von Theaterpuppen

Fabio sieht ein, dass Emerson keinen Ausweg zu bieten hat. Einzig eine aussichtslose Flucht in eine verlorene Zukunft. Auch Fabio hat erkannt, dass er kein Einzelfall ist. Im letzten Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts hat sich die Arbeitslosigkeit in Brasilien mehr als verdoppelt. In der gleichen Zeit jedoch hat sich die Jugendarbeitslosigkeit mehr als verachtfacht. Die Zahl der durch Gewalt verstorbenen Jugendlichen ist in der genau gleich steil steigenden Kurve gewachsen. Modernisierung, Industrialisierung und neoliberale Marktwirtschaft haben also ihre Versprechen nach wachsender Lebensqualität für die Völker des Südens nicht eingehalten. Im Gegenteil. Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst weiter, die Armen werden ärmer und zahlreicher. Und trotzdem ist Fabio nicht verzweifelt. Im Gegenteil. In den unzähligen Gesprächen mit den Menschen, die ihn im Kinderrechtszentrum begleiten – Sozialarbeiter, Pädagogen, Psychologen, Rechtsanwälte usw. –, hat er gelernt, dass nicht einfach er als Mensch eine Null ist. Wichtiger noch als die Ausbildung der Menschen, die mit ihm unterwegs sind, ist ihm die Gewissheit, dass er Vertrauen findet, Menschen, die an ihn glauben, die ihm Verantwortung anvertrauen, die auf sein Potential bauen. Fabio erfährt sich als kleines und unscheinbares Glied einer Gesellschaft, dessen Logik der unbarmherzige Wettbewerb und der ewige Kampf um die Macht des Stärkeren ist. Er ist Frucht dieser Logik, Konsequenz dieser Gesellschaft. Alleine hat er keine Chance, gegen diesen unerbittlichen Strom anzurennen. Doch ganz und gar ohnmächtig ist er ebenfalls nicht. In der menschlichen Gemeinsamkeit liegt der einzig mögliche Ausweg. Niemand ist so niemand, dass er niemanden brauchte. Und niemand ist besser, als wir alle zusammen. So ist für Fabio das Kinderrechtszentrum ein Ort, wo echt menschliche Gemeinsamkeit wieder neu spürbar wird. In individuellen Gesprächen, in pädagogischen Aktivitäten in Gruppen oder in den zahlreichen Workshops findet er neue Formen des Ausdrucks und des Austausches.


Graffiti-Kurs

Er findet eine neue Sprache, sich mit Menschen zu verständigen: eine Sprache, deren Grammatik nicht der gegenseitige Kampf sondern die gemeinschaftliche Solidarität ist, deren Verben nicht durch Misstrauen sondern durch Freundschaft konjugiert werden, deren Subjekte einzigartig sind in ihrer Vielfalt In seiner anfänglich erschreckend dunklen und harten Malerei, tauchen plötzlich frühlingshafte Farben auf, und Bewegung findet Raum. Er ist auf einem Weg der Entdeckung. Er findet neu zu sich selber und findet so auch neuen Zugang zum anderen. Das Vertrauen zu seiner Mutter will er nie mehr brechen, und als Bruder will er Vorbild werden für Mariana. Die Familie findet neuen Sauerstoff zum Atmen, die Kraft an die Zukunft zu glauben wird möglicher, wenn die Menschen an sich selber glauben.


Graffiti-Kurs

So sind Fátima, Fabio, Mariana, Paulo, Ivone, João, Terezinha… (alle zusammen mehr als tausend durch das Kinderrechtszentrum be-gleitete Menschen) teil von ver-schiedenen Projekten: jedes Projekt geht von den spezifischen Bedürfnissen der begleiteten Menschen aus. Ein Projekt hat nur Sinn, wenn es die Menschen dort abholt, wo sie eben stehen. Der Weg eines Projektes zielt immer auf Unabhängigkeit und Autonomie. Und so ist jedes Projekt ein Instrument, damit sich jeder einzelne selber als Projekt entdecken kann: PRO-JECTUM, vom lateinischen übersetzt nichts anderes als NACH VORNE GEWORFEN. Wir Menschen sind nicht gefangen an ein mechanisch reproduziertes Schicksal. Wir sind nicht Opfer einer göttlichen Allmacht, welche in scheinbarer Gerechtigkeit die Menschen durch Leiden straft. Wir sind nicht verdammt zu einem wilden Kapitalismus als Ende der Geschichte, wo Armut dasselbe ist wie individuelle Unfähigkeit. Als Menschen sind wir immer herausgefordert, uns in die Zukunft zu lancieren, uns nicht zufrieden zugeben mit dem, was ist und was wir sind, um immer mehr zu sein, menschlicher zu werden. Nicht statisch und apathisch dem Strom der Zeiten uns ergeben, sondern dynamisch immer neue Horizonte suchen. Wir sind PRO-JECTUM, NACH VORNE GEWORFEN, immer im Suchen des ewig gleichen Zieles: glücklich sein als Wanderer, stets menschlicher werden in der Gemeinsamkeit von Freundschaft und Liebe.


Auf diesem Boden ist das Kinderrechtszentrum in den letzten Jahren weiter gewachsen. Unser zentral gelegener Hauptsitz konnte ausgebaut und renoviert werden, neue Projekte konnten lan-ciert und bestehende konnten vergrössert werden. Im Augenblick sind wir daran, unsere Aktivitäten zu dezentralisieren, um den begleiteten Kindern, Jugendlichen und Familien immer näher zu sein und direkter verbunden mit ihrer Wirklichkeit zu arbeiten. So wird das Kinderrechtszentrum immer mehr zu einem regional umspannenden Netz, das seine Aufgabe darin sieht, die Rechte der Kinder und der Jugendlichen zu sichern und zu verteidigen. Wir haben drei lokale Equipen, die aktiv sind in den je drei Bezirken der Stadtregion Interlagos. So festigt sich nicht nur die Infrastruktur des Kinderrechtszentrums, sondern die Zahl der stützenden Mitdenker und Mitarbeiter wächst im gleichen Rhythmus, gegenwärtig sind es 35 Personen.


Abschlussfeier des Fotografie-Kurses mit Douglas Mansur


Mal-Kurs

Die erreichten Resultate sind äusserst erfreulich. Die Anerkennung kommt einerseits von den in den Projekten be-teiligten Kindern, Jugendlichen und ihrer Eltern. Andererseits wird das Kinderrechtszentrum zu einer wichtigen Referenz in São Paulo. Frucht dieser Anerkennung war meine Berufung im Februar als Berater des Sozialamtes der Stadt São Paulo. Neben der Weiterführung meiner bisherigen Arbeit habe ich seither die Aufgabe, am Aufbau eines städtischen Netzes sozialer Dienste zu arbeiten, das die Rechte der Kinder und Jugendlichen verteidigt, und strafbar gewordene Jugendliche wieder neu und anders in die Familie und in die Gesellschaft eingliedert. Die Herausforderung ist riesig und die Freude an den ersten Fortschritten ist deshalb umso grösser!

Ich habe Euch die Geschichte von Fabio nahe zubringen versucht. Um die gewaltige Wirklichkeit Brasiliens zu verstehen, gibt es keinen Weg, als die erlittenen und erkämpften Schritte der Menschen zu erfahren. Dazu werden im Kinderrechtszentrum verschiedene Workshops angeboten.


Mauricio malt die Favela, wo er lebt

Vor zwei Wochen hat Fabio einen Informatikkurs begonnen. Er ist guten Mutes und hat das Vertrauen zu sich wieder gefunden. Sein Weg ist noch lang. Der Alltag kann noch unzählige Kurven und Schwierigkeiten mit sich bringen, doch der Same ist langsam am Spriessen. Ich hätte Euch die Geschichte von Isabelle erzählen können, die eben mit ihrer Coiffeur-Ausbildung fertig geworden ist. Oder das Werden der Theatergruppe des Kinderrechtszentrums, die mit Puppen von ihrer harten Wirklichkeit als Jugendliche auf der Suche nach Lebensperspektiven erzählt. Wei-ter sind die Gruppen über das Fotografieren, das Graffitizeichnen und der Kunstmalerei sehr begehrt. Oder gar die Geschichte von Luis Inácio, der mit nichts vom Nordosten Brasilien nach São Paulo kam, langsam zum Gewerkschaftsführer heranwuchs, und heute Präsident Brasiliens ist.


Gruppenarbeit

Brasilien auf einem neuen Weg

Ich meine Lula, wie ihn das brasilianische Volk zärtlich nennt. Er ist in der Regierung, doch noch ist er nicht ganz an der Macht. Während Jahrhunderten zementierte Verhältnisse verändern sich nicht von heute auf morgen.

Lula selber weiss, dass er nicht Konsequenz einer Wahl ist, sondern Frucht einer Geschichte. Organisationen und Vereinigungen wie kirchlichen Basisgemeinden, die Volksbewegungen und die Landlosenbewegung sind die Akteure dieser Geschichte. Lula ist ihr würdiger Vertreter, dessen Ziel es ist, ihre Kraft und Dynamik weiter zu stärken. Und mit beeindruckender Reife und Ausgewogenheit hat er begonnen, die Richtung des althergebrachten Weges zu verändern. Wer magische Veränderungen erwartet hat, ist enttäuscht, denn noch immer drücken Armut, Elend und fehlende Sozialpolitik hart auf dem Rücken des brasilianischen Volkes. Doch die ersten Schritte dieses ersten Jahres seiner Amtperiode haben gezeigt, dass Lula den engen Spielraum seiner Möglichkeiten nützen wird und den Hoffnungen des brasilianischen Volkes die langersehnte Kraft zur Verwirklichung ermöglicht: langsam, Schritt um Schritt.


Einweihung einer Ausstellung gemalter Bilder

Und wenn all diese Schritte auch noch so klein sein mögen, so sind sie doch wie farbige Schmetterlinge, die fliegen gelernt haben. Und wohin sie fliegen, zeigen sie, dass Veränderungen möglich sind. Sie zeigen freudig und stolz ihre Farben, geben Mut, Hoffnung und Kraft.

Und wenn all diese Schritte auch noch so klein sein mögen, so sind sie trotz allem Botschafter des kommenden Frühlings. Keine Engel sind wir, sondern Kinder des Lebens! Kinder, die leben wollen, Menschen, die sein und werden wollen in Würde und Gerechtigkeit!

Und wenn all diese Schritte auch noch so klein sein mögen, so sind wir trotz allem auf dem Weg. Und wir danken Euch allen, für Eure Freundschaft und Verbundenheit und vor allem für die Gewissheit, miteinander auf dem Weg zu sein!


Abschlussfeier der verschiedenen Kurse


 

Beat T. Wehrle koordiniert zusammen mit Djalma Costa das Freiwilligenprogramm von
E-CHANGER in Brasilien, das Freiwilligeneinsätze in der

  • Vereinigung der Volksbewegungen
  • der Brasilianischen Landlosenbewegung und der
  • Vereinigung von NGOs ermöglicht.

Das Kinderrechtszentrum zählt auch auf die Arbeit der E-CHANGER- Freiwilligen
Moïra Cayetano, Kunstmalerin.

In der Schweiz wird die Arbeit des Kinderrechtszentrums durch das Wirken von
Pater Reginald Kessler OP und dem Einsatz des Vereins NOVO MOVIMENTO gestützt und getragen.

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Ciao