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16. Mai: Am Tag danach...

 

Die Ebbe löst ab die Flut,

die Wogen kommen zur Ruhe,
São Paulo kehrt zurück zur Hektik des Alltages.
 
Die Schulen sind wieder offen,
die Läden verkaufen wieder ihre Waren,
die Busse wagen sich wieder auf die Strassen.
 
An unzähligen Kreuzungen
stinkt es noch nach verbranntem Gummi,
der giftige Rauch hängt weiter in der Luft.
Doch die gesteckten Brände sind gelöscht.
 
Ungelöscht und ungelöst
ist die Angst der Menschen.
Sie brennt weiter
und lähmt den Traum der Lebendigkeit.
Imobilisiert das Gefühl, Spielball zu sein
zwischen der Willkür des Drogenhandels
und dem Missbrauch der Militärpolizei.
 
Was bleibt
ist der Schwindel
der drehenden Geschwindigkeit
der Spiral der Gewalt.
 
Was auch bleibt
und trotzdem weiterbrennt,
ist die kleine, schwache Flamme
der Kerze der Hoffnung:
die Zuversicht,
dass stärker ist die Würde des Lebens
als die Gewalt des Todes...
 
(tuto)
 

15. Mai: São Paulo - die Wellen der Gewalt überschlagen sich...
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